Ein mobiler Defibrillator für das Reutlinger medmobil

Der Gesundheitszustand von wohnungslosen Menschen ist signifikant schlechter als der der Allgemeinbevölkerung. Lebensumstände wie niedrige hygienische Voraussetzungen, Schlafmangel, Gewalterfahrungen und soziale Isolation begünstigen Krankheiten und erschweren die Genesung. Der Zugang zum Gesundheitssystem ist durch verschiedene Zugangsbarrieren wie fehlender Krankenversicherungsnachweis, geringe finanzielle Mittel und Misstrauen gegenüber medizinischen Einrichtungen stark eingeschränkt.

Aus diesem Grund haben der ehemalige niedergelassene Arzt Kurt Gugel und der Rettungsdienstleiter DRK im Ruhestand Wilfried Müller das Projekt medmobil initiiert. In einem ausgemusterten Rettungswagen, ausgestattet mit medizinischen Geräten und Materialien für die Versorgung der Patienten werden mobile Sprechstunden für die Zielgruppe abgehalten. Es wird kostenlose anonyme medizinische Versorgung durch ehrenamtliches medizinisches Fachpersonal angeboten. Eine soziale Beratung erfolgt durch hauptamtliche Sozialarbeiter*innen im medmobil in Kooperation mit den Fachkräften der AWO-Fachberatungsstellen für Frauen und Männer.

Der Lions Club unterstützt das medmobil mit 3.000,00 €, für einen dringend benötigten mobilen Defibrillator und erforderliche Medikamente oder Verbandsmaterialien.